Entstehung

Man scheint in Sassenberg die hier skizzierte Organisationsform mit gewissen Änderungen bis zur Hälfte des Jahrhunderts zugrunde gelegt zu haben; jedenfalls führt noch in den 40er Jahren der uns bereits bekannte ehemalige Gemeindevorsteher Christian Heyne in seiner Eigenschaft als Capitain(=Hauptmann) des Landsturms das Kommando.

Wenn man die größere Zahl der erhaltenen Akten als Hinweis nehmen kann, schenkten die preußischen Behörden dem Feuerlöschwesen vom Anfang ihrer Regierung an erhöhte Aufmerksamkeit. Ein Brief des Landrats vom 2.September.1816 erinnert Bürgermeister Schultz eindringlich daran, erstens ein hinlängliche Anzahl Bürger zu bestellen, um bei Brand die Spritze zu bedienen, zweitens falls die Spritzen noch nicht probiert sind, dies in 14 Tagen zu tun und nötige Reparaturen vorzunehmen, drittens nach dem Probieren den Mersmann zum kontraktmäßigen Schmieren der Spritzen anzuhalten.

Aus dem Jahr darauf (1817) ist ein Verzeichnis der im Bezirk Sassenberg vorhandenen Löschgerätschaften erhalten, wie sie Bgm. Schultz jährlich dem Landrat vorzulegen hatte. Folgendermaßen war man in Sassenberg ausgerüstet:

a)      Feuerspritzen (2 Stück), davon eine der Schrauben wegen einer Reparatur verlangt, aber doch noch brauchbar; nun aber beyde in recht guten Stande zu setzen, fordert der Meister 70 rthlr(=Reichsthaler), so ich im Etat aufgeführt.

b)      Im Spritzenhaus 124 Feuer Eimer

c)       Feuerleinen (6 Stück)

d)      Große Feuerhaken (4 Stück)

Das Spritzenhaus ist im vorigen Jahr neu gebaut, worin alles außer Haken und Leitern, aufbewahret wird. Die meisten Eingesessenen haben jeder mit der Haus-Nummer versehene Eimer.